
Bis nach dem zweiten Weltkrieg
sah das Städtchen eher verloren aus: eng, verwinkelt, nicht gerade reich zu
nennen. Doch manches Kleinod wurde auf Hochglanz gebracht: verkehrsberuhigte
Innenstadt, florierende Wirtschaft, renovierte alte Häuser, Wehrkirche mit schön
gestaltetem Platz drumherum, der Bachlauf naturnah, das Rathaus herausgeputzt,
die malerischen Wehrtürme restauriert, zahlreiche Brunnen.
1200 Jahre alt ist das Städtchen und es bietet mit Ferkelmarkt, Pferdemarkt, „Steidemer Herbst“, Basteltagen, Freilichtspielen und auch sonst buntem Kulturprogramm allews andere als verstaubte Atmosphäre.
Das Schloß über der Stadt, ein
wenig entrückt und verwunschen beheimatet das Jagdmuseum. Das Zeppelin-Museum
(der letzte deutsche Zeppelin-Kapitän kam aus Niederstetten) befindet sich im
KULT und das Heimatmuseum in einer alten, renovierten Scheune. Die Ruinen des „Tempele“
im Wäldchen an der Vorbach bieten die Kulisse der Niederstettener
Freilichtspiele.
Das Tauberstädtchen hat seinen
alten, von einer Mauer umgebenen Stadtkern weitgehend erhalten. Die Einfahrt in
die Stadt führt unter dem renovierten Gänsturm hindurch, in dem heute das
Stadtmuseum untergebracht ist. Der Marktplatz bietet einen malerischen
Hintergrund für besondere Begegnungen: Stadtkirche, Marktbrunnen und Rathaus
wurden aufwendig restauriert, in der ehemaligen Zehntscheune befindet sich das
Dorfmuseum und die Arkaden führen in das Renaissance-Schloß mit seiner
originalen Ausstattung sowie dem Barockgarten mit Orangerie und Gnomengalerie.
Der ehemalige Sommersitz des Grafen war auf dem Karlsberg. Dort gibt es noch heute ein Wildgehege mit Wildschweinen und ein Jagdmuseum. Beim in der Nähe verlaufenden „Planetenwanderweg“ beherbergt die Sonne eine Sternwarte.
Zu dem kleinen Städtchen an
Tauber und Herrgottsbach gehören viele Ortsteile die alle ihre Besonderheiten
aufweisen. Der Ort selbst verfügt über einen historischen Stadtkern, drei alte
Stadttürme sind noch erhalten, wobei im Lindleinturm das „Wohnmuseum“ der
Margarete Bötticher zu finden ist. Das ehemalige Badhaus beherbergt ein
jüdisches Museum.

Im Ortsteil Frauental stehen noch Reste der Klosteranlage. In der Kirche findet sich neben der Ausstellung „Vom Kloster zum Dorf“ eine Rarität in unseren Breiten: drei echte Mumien. Im Wasserschloß Waldmannshofen ist das älteste Feuerwehrmuseum Baden-Württembergs untergebracht, Standorf weist mit der Ulrichskapelle eine der seltenen Oktagonbauten auf, bei Lichtel steht mit dem Landturm ein Rest der ehemaligen Rothenburger Landwehr, bei Reutsachsen gibt es die alte Zollstation, bei Finsterlohr erstreckt sich eine der größten europäischen Fliehburgen der Kelten. Im Herrgottstal bei Münster ist in einer alten Mühle das einzige Fingerhutmuseum Europas untergebracht. Gleich gegenüber steht die Herrgottskirche, in der eines der Meisterwerke der Schnitzkunst des Würzburger Bildhauers Tilmann Riemenschneider zu bewundern ist.

Ein romantischer Flecken im Taubertal: Burg Brattenstein mit Zehntscheuer und Bacchuskeller (Weinbaumuseum), Stadtmauer mit sieben Wehrtürmen, Pfarrkirche St. Kilian, Barock-Rathaus. Auch drum herum bietet die Europastadt ( die erste überhaupt, seit 1953) einiges: Sonnenuhren-Wanderweg, Archäologischer Wanderpfad und Museumsweinberg. Und für Kinder interessant: der Versuchsspielplatz des Kindergarten-Ausstatters Eibe.

Die Kurstadt ist geprägt vom Deutschordensschloß (bis 1809 Residenz der Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ordens) mit Museum und zahlreichen Ausstellungen. In Bad Mergentheim gibt es zahlreiche Kirchen, ein Kapuzinerkloster und im Ortsteil Stuppach eine Madonna von Matthias Grünwald. Bei den Sportstätten findet sich das Mineral- und Wellenbad Solymar. Etwas außerhalb, an der B 290, lohnt sich ein Besuch des Wildparks.
Die Stadt ist wohl das Synonym
für Mittelalter und Romantik: eine über weite Strecken begehbare Stadtmauer,
Fachwerkhäuser, Kirchen und Museen. Das Krimminalmuseum beherbergt die
bedeutendste deutsche rechtshistorische Sammlung; Reichsstadtmuseum, Puppen- und
Spielzeugmuseum, Reichsstadthalle, Schäfertanzmuseum, Spitalbastei, Jakobskirche
mit Riemenschneidergruppe.
Für Erstbesucher kaum umgehbar: Das Weihnachtsdorf der Käthe Wolfarth.
Tipp für einen Spaziergang: von der Burg ins Taubertal zum Topplerschlößchen nach Dettwang zur 1000jährigen Peter-und-Paul-Kirche mit Riemenschneideraltar (ca. 3 Kilometer)
Hier lebt die Kunst: Tilmann Riemenschneider und Balthasar Neumann haben die Stadt geprägt, zahlreiche Bauten zeugen davon: Dom, Neumünster mit Barockfassade, Kloster St. Burkhard, Karmeliter-Kloster Himmelspforten, Marienkapelle, Wallfahrtskirche „Käppele“ u.a.. Die Fürstbischöfliche Residenz mit imposantem Treppenhaus und Spiegelkabinett zählt als schönster, weil einheitlicher, deutscher Schlossbau des Barock. Die Festung Marienberg über der Stadt beherbergt das Mainfränkische Museum.
Ab Würzburg empfehlenswert sind Abstecher entlang des Mains nach Sommerhausen und Ochsenfurt.
Das kleine Fachwerkstädtchen Langenburg thront auf einem Berg über der Jagst. Das Renaissanceschloß ist seit Jahrhunderten Residenz der Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg und zeigt in seinem Museum die Geschichte des Landes. Im ehemaligen Marstall ist das „Deutsche Automuseum Langenburg“ untergebracht. Direkt unterhalb des Schlosses wurde der „Waldkletterpark“ Hohenlohe eingerichtet
Creglingen: Jüdisches Museum, Lindleinturm, Herrgottskirche, Fingerhutmuseum
Creglingen Frauental: Klosterkirche
Creglingen-Waldmannshofen: Feuerwehrmuseum
Ceglingen-Finsterlohr: Keltisches Opidum
Creglingen-Standorf: Ulrichskapelle
Weikersheim: Schloß, Dorfmuseum, Gänsturm, Stadtmuseum, Karlsberg
Weikersheim-Laudenbach: Bergkirche
Niederstetten: Schloß Haltenbergstetten mit Jagdmuseum, Zeppelinmuseum
Niederstetten-Wermuthausen: Mörikestube
Niederstetten-Wildentierbach: Dorfarrest
Röttingen: Burg Brattenstein, Weinbaumuseum
Langenburg: Schloß und Automuseum
Niederstetten-Rinderfeld: Badesee
Creglingen-Münster: Badesee, Wassererlebnisanlage
Hollenbach: Badesee
Weikersheim-Neubronn: beheiztes Waldschwimmbad
Bad Mergentheim: Badepark Solymar
Röttingen: Versuchsspielplatz
Bad Mergentheim: Wildpark
Langenburg: Waldkletterpark