DET 2006 – Die Saat wird eingepflanzt
Sonntag, 30. Juli 2006
Wir sind in Kirkel eingelaufen, als Helfer für das zweite Deutschlandtreffen. In den nächsten Tagen helfen wir bei den Vorbereitungen und der Durchführung. Es ergibt sich, dass wir meist rund um den Einlaß zu tun haben, einer Stelle, an der im Laufe der Tage fast alle Besucher mehrmals auftauchen, und sei es nur, um sich mit neuen Biermarken zu versorgen. Daher kommen wir mit vielen Ent`husiasten ins Gespräch und schließen viele neue Bekanntschaften.
Erfreulich auch, Martina und Michael Schäfer mit ihrem Söhnchen Andre hier zu treffen. Die beiden wohnten in Schweinfurt, kamen aber regelmäßig zu den Stammtischtreffen der Tauber-Enten.
„Mister Entree“ ist Horst Dumele, der das erste Treffen in Gedern maßgeblich mit organisierte und Ronni Actionent zur Durchführung des Zweiten animierte. Und nun soll es natürlich alle zwei Jahre ein deutsches Meeting geben.
Freitag, 04. August
Noch weit nach Mitternacht sitzen wir mit Horst am Empfang. Morgen Mittag soll die Wahl des nächsten Austragungsortes für das Treffen in zwei Jahren durchgeführt werden, doch bislang hat noch kein Club oder Stammtisch erkennen lassen, dass er sich bewerben will.
Erstmals geht uns Horst an, wie das denn mit den Tauber-Enten stünde. „Könnt ihr euch den ein Deutschlandtreffen im Taubertal vorstellen?“ Vorstellen können wir uns alles, es mangelt ja nicht an Phantasie, aber natürlich lehnen wir ab: „Wir? Nie und nimmer! Und wenn, dann erst in sechs oder acht Jahren! Die Tauberenten gibt es ja noch nicht lange und so viele sind wir auch wieder nicht. Und wie sollte das wohl ablaufen und vor allem wo denn bloß, bei den vielen engen Tälern im Tauberland? Nee, Nee, das ist nix für uns!“
Nein, wir konnten uns dafür nicht erwärmen, wollten es auch gar nicht, man muß nicht bei jeder Gelegenheit sofort „Hier!“ rufen. Schließlich gab es auch so bereits genügend andere Projekte zu stemmen ( und durchaus keine kleinen) und zudem fühlten wir uns nicht außerordentlich prädestiniert, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, als Entenszenen-Neulinge, als die wir uns betrachteten, allemal.
Samstag, 05. August
„High Noon“ stand auf dem Programm, doch es fand sich kein Bewerber, also löste sich die Versammlung ohne Beschluß auf. Horst unternahm noch einen Versuch bei den Tauber-Enten - und blitzte ab. Später erklärten sich Bremen und Kiel gemeinsam bereit, das Treffen 2008 auszurichten.
Donnerstag, 10. August
Am Montag-Nachmittag waren wir in die Südpfalz nach Dahn gefahren. Inge war hier aufgewachsen, also besuchten wir Verwandte und Freunde. Dabei berührten die Gespräche auch immer wieder Kirkel.
Am Donnerstag unternahmen wir einen Ausflug ins französische Bitch. Auf dem Rückweg durchfuhren wir eine große Lichtung, auf der sich ein Sportplatz mit ausgedehnten Wiesenflächen befand.
„Das wäre ein ideales Treffengelände“, ließ sich Inge vernehmen. Auch ich hatte das Terrain unter dem gleichen Gesichtspunkt betrachtet und bereits eine grobe Aufteilung durchdacht.
Da wurde klar, dass wir beide sehr wohl mit der Ausrichtung eines Deutschland-Treffens liebäugelten. Tatsächlich trauten wir uns die Organisation durchaus zu, hatten wir doch bereits mehrere größere Veranstaltungen quasi aus dem Boden gestampft. Nur hatten wir nicht einen solch idealen Platz wie in Kirkel zur Verfügung.
„Mit ein paar Abstrichen wüsste ich schon ein gutes Gelände, aber das bedeutet: Wasserversorgung aufbauen, Duschzelt aufstellen, Waschgelegenheiten schaffen, also viel Aufwand. Dafür hätten wir einen starken Partner im Rücken, der die Veranstaltung mit finanziert“. Dabei hatte ich an eine Brauerei gedacht, zu der wir gute Kontakte hatten.
Wir einigten uns im folgenden darauf, uns umzuhören, Möglichkeiten auszuloten und ganz locker und ganz, ganz, ganz unverbindlich ein Treffen anzuplanen, vielleicht für 2010. Aber wirklich Ernst nahmen wir das Vorhaben nicht.
Sonntag 13. August
Am Freitag waren wir in die Nähe Heilbronns gefahren, nach Obergimpern. Im dortigen Motorradclub waren wir Mitglieder und halfen nun wie in den vorangegangenen Jahren beim Treffen mit. Dummerweise fand immer gleichzeitig in Berwangen das Heilbronner 2CV-Treffen statt, so dass wir dort fast immer nur kurze Stippvisiten einlegen konnten. In diesem Jahr war das aber auch ganz gut so.
Bei unserer Küchenschicht waren zwei Leute ausgefallen, so dass Tommy Früh einsprang, der uns völlig unbekannt war. Aber wir entwickelten sofort einen guten Draht zueinander.
Am Sonntag leerte sich der Platz zusehends und wir saßen in einer Ecke im großen Festzelt und erstellten ein Anforderungsprofil für den DET-Platz und seine Umgebung. Tommy kam und wollte wissen, was wir da so eifrig schrieben. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit erzählten wir von unseren Überlegungen. Er stellte sofort sein Musikequipment zur Verfügung.
Kurz darauf taucht Michael Schäfer aus Schweinfurt, wie in Kirkel bereits angekündigt, beim Motorradtreffen auf.
„Was schreibt Ihr da schon wieder?“ „Na, ja.....“. Wir sehen uns unsicher an.
„Also gut. Wir haben da so ne Idee und da es dich auch betreffen würde.....“, leite ich ein und stelle ihm unsere Überlegungen vor.
Seine Reaktion: „Toll, da machen wir mit!“ Womit er schon mal seine Ehefrau Martina mit eingebunden hätte.
Und so geschah es also: Später am Tag hatten wir die MCO-Band geordert, drei Helfer verpflichtet und etliche Ausrüstungsteile des Motorradtreffens angefordert.....
Ei, ist denn schon Weihnachten? Hatten wir uns schon beworben? Waren wir schon gewählt? War das nicht etwa schon der vierte Schritt vor dem ersten? Aber man muß eben die Möglichkeiten nutzen, wenn sie sich einem bieten.
Samstag, 19. August
Kaum wieder zu Hause, unternahmen wir die erste Platzbesichtigungsfahrt. Erstes Ziel war die Brauerei: ebenes Gelände, teils befestigt, teils Wiese, große Felder für die Camper in der Nachbarschaft, gute Zu- und Abfahrtsregelung, von Bad Mergentheim einfach zu erreichen, ein Badesee und ein Wildpark in unmittelbarer Nähe.
Aber wir wollten uns nicht auf eine Möglichkeit alleine verlassen, Alternativen mussten her. Also steuerten wir Wachbach an, wo die Jugend des Schützenvereins ihr sommerliches Ferienlager abhielt. Das Gelände lag hinter einem Freibad und war durch einen Bach abgetrennt. Es war schön, aber zu klein. Maximal für 200 Fahrzeuge geeignet, schade. Mehr durch Zufall entdeckten wir zwischen Büschen eine Zufahrt zu einer wirklich großen Wiese.
Aber auch hier hätte die Infrastruktur komplett aufgebaut werden müssen, es sei denn, man könnte das Freibad mit benutzen. Wir wollten dieser Möglichkeit nachgehen.
Möglichkeit Nummer drei besichtigten wir am Ortseingang unseres Wohnortes Weikersheim. In den Tauberauen lagen große Wiesen, kaum Felder; vor allem aber hätten wir hier alles vor der Nase, kurze Wege und einen guten Draht zur Stadtverwaltung.
Dienstag, 22. August
Ich statte dem Bauamt in Weikersheim einen Besuch ab und erzähle von unseren Überlegungen. Mit Herrn Bauer schaue ich mir die Pläne an. Damit ist Weikersheim auch schon aus dem Rennen. Der größte Teil der Tauberauen ist Landschaftsschutzgebiet. Überhaupt erweist sich das Gemeindegebiet für mein Anliegen als äußerst unergiebig: Wenn das Gelände denn groß genug und halbwegs eben ist, erweist es sich entweder als Gewerbegebiet ( Grundstücke bereits verkauft, wer weiß, was in vier Jahren dort gebaut ist) oder als Schutzgebiet, wahlweise für Landschaft, Natur oder Wasser. Von den Einschränkungen durch Wassereinzugsgebiete oder „Fauna-Flora-Habitats-Gebiete“ ganz zu schweigen.
Aber, so der wohlwollende Herr Bauer, es gäbe da im Ortsteil Elpersheim eventuell zwei Möglichkeiten. Und natürlich, wobei sich sein Finger kreisend über die Karte bewegt, hier in der unmittelbaren Nachbarschaft: große Flächen hinter dem Sportheim und keinerlei Schutzgebiete, nur die Flusslaufuntersuchung im nächsten Jahr, aber mit Auswirkungen sei frühestens in fünf Jahren zu rechnen.
Tja, nur leider befindet sich dieses wunderbare Gelände nicht nur in der Nachbargemeinde, sondern auch im Nachbarkreis und – am allerschlimmsten – im Nachbarland! Somit ist das Landratsamt Würzburg zuständig, eventuell die Bezirksregierung in Ansbach. Die Entfernungen sind für eine vernünftige Abwicklung zu groß, man kennt keine Ansprechpartner und vermutlich sind die Verordnungen und Bestimmungen ganz andere.
Also nach Elpersheim.
Mittwoch, 23. August
Besichtigung des Sportplatzgeländes, das sich als zu klein und nicht praktikabel von der Aufteilung her, erweist.
Die Fläche an der Tauber bietet genügend Platz, macht aber nur Sinn, wenn die Kläranlage, die sich in ihrer Mitte befindet, nutzen kann und sei es nur zur Wasserver- und Entsorgung und der Stromanschlüsse wegen.
Freitag, 25. August
Anruf beim regionalen Entsorger zwecks Preisermittlung der Abfallbeseitigung. Eine nette Dame gibt mir bereitwillig Auskunft. Abschließend erkundigt sie sich nach dem Termin des Spektakels. Auf mein „Voraussichtlich Mitte August 2010.“ Herrscht sekundenlange Stille. Schließlich rät sie mir, mich zur gegebenen Zeit nochmals zu melden, sie würde sich jetzt noch keinen Eintrag in ihren Terminkalender vermerken......
Am Nachmittag erkundige ich mich nach den Preisen für Zelte, Ausschankwagen, Kühlwagen und Garnituren und lasse eine Vor-Vor-Reservierung eintragen. Die Idee eines Deutschlandtreffens begeistert – ich erhalte meine erste Sponsorenzusage!
Samstag, 26. August
Wir besichtigen den alten Sportplatz in Unterbalbach, zwischen Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim gelegen. Sieht gut aus. Großes Gelände mit Feuerstelle, idyllisch an der Tauber, mit Holzgebäude, an dem Wasserleitungen zu sehen sind. Die Flutlichtanlage verspricht die Möglichkeit der Stromentnahme. Nur der Taubertal-Radweg, der direkt über das Gelände führt, macht mir etwas Kummer, und die Tatsache, dass ich keinen Gulli entdecken kann....
Dienstag, 29. August
Wir hatten uns für Montag mit Herrn Mollner vom Freibad in Wachbach für ein Gespräch verabredet, um die Möglichkeiten der Freibad-Mitnutzung bei einem Treffen in Wachbach auszuloten. Er muß wegen eines anderen Termins absagen. Seither ist er telefonisch nicht mehr erreichbar.
Insgeheim hatten wir das DET schon rund um das Freibad verplant. Wir wussten bereits über die durchschnittlichen Besucherzahlen Bescheid und so hatte ich ausgerechnet, was wir für das Freibad bieten konnten, hatte die Nebenkosten berechnet und wusste, dass der Plan finanzierbar war.
Wir saßen am Küchentisch und beratschlagten. Natürlich hatten wir mittlerweile klare Vorstellungen, wie was wann ablaufen könnte. Am Sonntag hatten wir ein Programm erstellt, einen Personalplan, mögliche Werbekunden des Programmheftes und Sponsoren erfasst, einen Finanzplan erstellt und einen Ausrüstungsbedarf formuliert. Damit wollten wir beim Termin mit Herrn Mollner auftrumpfen. Aber wir erreichten ihn einfach nicht. Und das ärgerte uns.
Natürlich hatten wir mittlerweile Feuer gefangen: Wir hatten die feste Absicht, das DET 2010 im Taubertal stattfinden zu lassen! Bis zum Treffen 2008 in Bremen sollte eine handhabbare und sichere Planung vorliegen, mit der man sich guten Gewissens für 2010 bewerben konnte, um in den verbleibenden zwei Jahren nur noch kleine Änderungen und Feinabsprachen vornehmen zu müssen. Aber warum bis 2008 warten, wenn schon bis zum Jahresende 2006 alles klar sein konnte?
Doch an diesem Abend geschahen zwei Dinge, die alles folgende beeinflussten: Als ich um 17.00 Uhr nach Haus kam und erfuhr, dass Inge Herrn Mollner nicht erreichen konnte, war ich natürlich etwas geknickt. Ich hatte mir das doch so gewünscht. Also redeten wir statt dessen über das Treffen allgemein und seinen möglichen Ablauf. Und wir redeten uns heiß: Wir würden doch am 23. September zur Jahreshauptversammlung des CCRR fahren; und wir stellten uns vor, wie das wohl sein würde, wenn wir Horst anschließend beiseite nähmen und ihm einfach unseren Entwurf zur wohlgefälligen Betrachtung vorlegen würden.
Aber wie sollte das klappen, wenn eine wichtige Schlüsselfigur unseres Vorhabens nicht erreichbar war? Und dann, nach über einer Stunde ging uns mit einem Mal auf, dass, wenn es uns nur um das Freibad ging, wir ja gegebenenfalls auch ein solches auf Weikersheimer Gemarkung nutzen könnten. Wir hatten uns schlicht zu sehr auf die Wachbacher Anlage festgebissen.
Also riefen wir Matthias Müller an, den Vorsitzenden des „Förderverein Waldschwimmbad Weikersheim-Neubronn“. Wir kannten ihn beide von unterschiedlichen Begebenheiten her, was die Sache vereinfachte. Nach etwa zehn Minuten gipfelte das Telefonat mit den Worten:“ Also von mir aus könnt ihr das gern bei uns machen. Ich kann mich da sehr wohl mit anfreunden und finde das nur gut! Und den Kindergarten könnt ihr wohl auch mitbenutzen. Wenn der Bademeister nichts dagegen hat, dann macht ihr das!“
Na bitte, so einfach kann es sein.
Samstag, 09. September
Open Air der Grünen Jugend Main Tauber in Unterbalbach. Für den Samstag Nachmittag agiere ich als Helfer, beste Gelegenheit, dieses Gelände auf seine Treffentauglichkeit hin zu überprüfen. Und diese Überprüfung fällt ernüchternd aus: Das Blockhaus ist an diverse Vereine vergeben und kann nicht genutzt werden. Wasser ist zwar vorhanden, aber das Abwasser muß in Tanks aufgefangen werden. Der Wiesenbereich jenseits des Radweges darf nicht benutzt werden – Landschaftsschutz. Damit ist Unterbalbach aus dem Rennen.
Dienstag, 12. September
Am Abend treffen wir uns mit dem Bademeister des „Walschwimmbads Weikersheim-Neubronn“. Bereits am Sonntag hatten wir uns umgesehen und eine Aufteilung des Geländes vorgenommen. Jürgen Sackmann ist von unseren Ideen begeistert, macht seinerseits ergänzende Vorschläge und bietet obendrein seine DLRG als Unterstützertruppe an.
Nach einer Stunde sind wir uns im Grunde darüber einig, wo die Zelte, der Ausschank, die Anmeldung, die Teilnehmer, die Besucher und der Markt ihre Plätze finden. Strom und Wasserversorgung werden abgeklärt sowie die Toilettennutzung und Dixi-Aufstellung besprochen. Dazu erhalten wir noch wertvolle Tips, wo gegebenenfalls notwenige Ausrüstungsgegenstände zu bekommen wären. Unsere Absprachen werden mit Handschlag besiegelt – „vorausgesetzt natürlich, der Bürgermeister stimmt zu.“, setzt Jürgen Sackmann hinzu.
Mittwoch, 13. September
Anderntags versucht Inge, einen Termin beim Bürgermeister zu erhaschen. Allerdings will der Schultes Freitags mit einer Delegation für ein paar Tage in die ungarische Partnerstadt abreisen und ist daher in der verbleibenden Zeit zuvor noch heftig eingespannt. „Aber“, so erklärt die Sekretärin, Frau Göttmann, „morgen Abend kommt er ins Büro. Wenn Sie morgen das Konzept vorbeibringen, kann er es sich abends anschauen, mir eine Notiz auf den Schreibtisch legen und ich rufe sie dann am Freitag früh an, Frau Braune.“
So wurde es beschlossen.
Donnerstag, 14. September
Nach 16 Uhr schreitet Inge zum Rathaus, um das zugesagte Konzept zu hinterlegen. Zu ihrer Überraschung ist Bürgermeister Klaus Kornberger anwesend. Trotz engem Zeitplan begutachtet er das Papier und gibt seine grundsätzliche Zustimmung zu dem Vorhaben rund um das Freibad. Erste Vorabsprachen sollen im nächsten Jahr stattfinden. Er sichert uns seine Unterstützung und die der Stadtverwaltung zu und findet es eine gute Sache, das städtische Waldschwimmbad auch auf eine solche Weise zu nutzen.
Samstag, 16. September
An diesem Tag bringen wir das bisherige Konzept in eine griffige und vorzeigbare Form:
- die einzelnen Programmpunkte werden mit zeitlichem Rahmen festgelegt
- wir bestimmen die Routen für zwei Ausfahrten
- die Teams für Aufbau, Ablauf und Abbau entstehen und erhalten ihren Personalschlüssel
- Umfang, Inhalt und Auflage des Programmheftes werden bestimmt, außerdem entsteht auch gleich ein Werbeplaner
- es entsteht ein Sponsorenplan
- Bedarfspläne für Ausrüstung und Verbrauch entstehen
- im Finanzplan werden die Ausgaben großzügig eingestellt, dafür berechnen wie die Einnahmen am unteren Level und kommen schließlich auf ein Volumen von finanzierbaren 25.000 Euro.
- und schließlich legen wir fest, was auf jeden Fall in die Treffentüte hinein muß
- zu guter Letzt beratschlagen wir und stellen darüber ebenfalls einen Zeitplan auf, wann wir welches Treffen besuchen, um für ein DET 2010 im Taubertal zu werben
Mittwoch, 20. September
In den folgenden Tagen lassen wir dort, wo es uns zielführend erscheint, den Samen „DET 2010“ fallen. So kommen wir an diesem Mittwoch bereits zu Sponsor Nummer 2 und 3.
Samstag, 23. September
Im Anschluß an die Jahreshauptversammlung des CCRR in Köln zeigen wir Horst den Stand der Überlegungen betreffs eines DET im Taubertal. Er gibt sich vorsichtig optimistisch, sagt seine Unterstützung zu und lässt uns noch ein paar Tips zukommen. Damit sind wir doch ganz zufrieden. Zwar sind wir von dem Projekt begeistert und die bisherigen Reaktionen darauf lassen auch nur Gutes erwarten, doch letztendlich haben wir uns noch nicht zur Durchführung, beziehungsweise überhaupt zur Bewerbung in Bremen für 2010, entschieden. Das wollen wir davon abhängig machen, was die konkreten Verhandlungen mit der Stadt Weikersheim für Nutzungs- und Kostenbedingungen für uns ergeben. Und unserem Stammtisch müssen wir auch noch schonend nahe bringen, dass wir seine Power für diese Aktion brauchen....
Mittwoch, 27. September
Memo, der potentielle Essensversorger eines möglichen DET im Taubertal, läuft uns im Städtchen über den Weg und äußert seine Freunde über unser Vorhaben. Das ist zwar schön, aber uns wird nur noch mulmiger. Wenn das hier jetzt schon rungeht.....
Donnerstag, 28. September
Das Angebot für die Miet-Toiletten wird gefaxt. Es ist deutlich günstiger als erwartet. So darf es weiter gehen.
Samstag, 30. September
Einer unserer Computer macht Probleme. Alex Deeg, Freund und Servicemann in einer Person, kommt, sieht und richtet. Und er sieht unseren Orga-Ordner. Und er will natürlich wissen, was wir da schon wieder planen. Wir berichten und beichten, dass wir ihn in unseren Überlegungen bereits berücksichtigt hätten.
Um es kurz zu machen: Alex sichert uns eine Anlage zu, verspricht, sich um die elektrische Koordination zu kümmern und verpflichtet (ohne Rücksprache!) Frau, Kinder und Anhang zum Hilfseinsatz.
Freitag, 13. Oktober
Ein Zeitungstermin führt Inge zu Projekt Chance. Da der Leiter mit ihren Berichten sehr zufrieden ist, stellt er für das Treffen einen Kletterturm in Aussicht.
Am Abend erfolgt die Vorstellung unseres „Kelso-Comics“ bei der Kfz-Werkstatt Roth in Creglingen. Thomas ist der Inhaber, hat ein Faibel für alte Fahrzeuge und Altes generell. Wir nutzen seine Cafeteria im Stile der 50er Jahre. Der Bürgermeister ist da, die Zeichnerin und ein Teil der Tauberenten.
Wir nehmen Thomas beiseite, und: er könnte sich eine Aufgabe als „Hintergrund-Servicemann“ in Sachen Kfz durchaus vorstellen, auch wenn er eher die italienische Fraktion bevorzugt.
„Fips“ Summa fragt bei dieser Gelegenheit ketzerisch an: „ Na, was heckt ihr aus? Habt ihr wieder was vor?“
Pech, Herr Summa: Ich erkläre ihm im Groben, worüber Inge und ich gerade brüten und eröffne ihm, dass wir ihn als „Klinikleiter im Ruhestand“ bereits für die Sponsoren- und Werbeaquisition eingeplant hätten.
„Wenn ich 2010 noch fit bin, kann ich das machen.“ Wir beschließen: er wird fit sein! Und nageln ihn fest.
Samstag, 14. Oktober
Ein Besuch in der Heimat führt uns weitere Hilfskräfte zu: Mein Bruder bietet seine Mithilfe an – wenn nötig, kann er gegebenenfalls auch Material seiner Feuerwehr besorgen, zumindest würde er dies versuchen. Als Gegenleistung stelle ich sofort eine kompetente Führung im Creglinger Feuerwehrmuseum in Aussicht – der Museumsleiter und stellvertretende Kreisbrandmeister fährt selbst Ente und gehört unserem Stammtisch an....
Das Projekt entwickelt sich langsam, aber zielstrebig zum Selbstläufer. Sobald wir das DET in unserer Umgebung ansprechen, öffnen sich Türen – fast so, als würden alle Leute nur auf solch ein Ereignis warten.
Mir dämmert die Befürchtung, dass wir um eine Bewerbung in Bremen gar nicht mehr herum kommen, denn obwohl wir immer betonen, dass wir am „überlegen“ seien, solch ein Treffen „vielleicht“ durchzuführen, steigen die Erwartungen, auch unsere. Aber je konkreter sich die Form des DET darstellt, und um so mehr Hilfe und Unterstützung wir zugesagt bekommen, desto mehr wachsen bei uns beiden auch die Befürchtungen, ob denn das auch alles zu schaffen und durchzuführen sei: Angst vor der eigenen Courage!
Sonntag, 05. November
Martina und Michael, die beiden Schäfers, sind bei uns und präsentieren Ideen fürs DET: Gimmicks für die Treffentüte, Schikanen für den Spielenachmittag. Martina nimmt das Kinderprogramm unter ihre Fittiche.
Jahreswechsel 2006 / 2007
Zum Jahresende werden gerne die Ereignisse der zurückliegenden Monate noch einmal aufgerufen und bewertet. Vor nicht einmal einem halben Jahr wollten wir einfach nur zu einem Treffen, etwas Unterstützung anbieten und ansonsten unseren Spaß haben. Und nun hatten wir’s aber: Ein DET in der Planung, das sich wohl kaum noch verhindern ließ ( „Wir planen gedanklich ein Treffen, das vielleicht, eventuell, möglicherweise auch tatsächlich in dieser oder einer ähnlichen Weise durchgeführt werden könnte“, war das Credo, das wir uns selbst einredeten, auch wenn es längst nicht mehr der Realität um uns herum entsprach....) und eine Betrachtungsveränderung dahingehend, daß nun alle Ereignisse und Begebenheiten auf ihre DET-taugliche Verwendung hin überprüft wurden.
Andererseits können wir schon jetzt auf der Habenseite verbuchen: Die Wandlung einer netten Bekanntschaft mit Martina und Michael Schäfer hin zu einer wunderbaren Freundschaft. Und dies trifft auch auf Horst Dumele zu.
Samstag, 28. April 2007
Wir sind bei Schäfers in Schweinfurt, natürlich auch, aber nicht nur, wegen des DET. Martina sprudelt geradezu von Ideen für das Kinderprogramm. Michael wird zum „Chefe de la Technique“ gekürt und wird unter anderem den Werkstattablauf koordinieren.
Obwohl es keiner von uns vieren so ausspricht: Das DET 2010 kommt ins Taubertal und InMaMiMi als Führungscrew machen es!
Freitag, 15. bis Sonntag, 17. Juni
Kann man sich guten Gewissens in Bremen für ein DET bewerben, ohne ein eigenes Treffen für die Szene sichtbar organisiert zu haben? Nach unserem Selbstverständnis nicht.
Im Juni ist es soweit, ein netter Platz mit einer festen Hütte und kleinem Spielplatz ist dafür auserkoren.
Das Wochenende hält Überraschungen parat: unangenehme berufliche, denn mein Urlaub wird gestrichen, was den zeitlichen Ablauf ins Wanken bringt; angenehme persönliche: Fips und Didi Peters stehen parat und helfen beim Aufbau, auch die ersten Besucher tragen sich an; Martina und Michael fühlen sich „ nicht ausreichend beschäftigt“; Helga, obwohl mehr als genügend anderweitig eingespannt, hilft beim Abbau und Reinigen.
Das Treffen ist ein Erfolg, die Besucher waren zufrieden und wollen wieder kommen; der Zusammenhalt der Tauberenten wurde gestärkt (das lässt für das DET hoffen, denn der Stammtisch weiß von der geplanten Bewerbung noch nichts) und die Region bekam schon mal einen ersten Eindruck davon, wie wunderbar angenehm Entenfahrer auftreten.
„Daheimgebliebenen-Treffen“ Gedern
21./22. und 27. – 30. Juli,
Auch während Gedern: kein Urlaub. Also bringen wir am ersten Wochenende unser großes Zelt (7 x 14 Meter), das wir den Veranstaltern zugesagt hatten, vorbei. Am zweiten Wochenende kann ich sogar den Montag dranhängen und somit alles im Trockenen abbauen und einladen. Derweil hatten Martina und Michael eifrig Kontakte geknüpft (2010 war stets im Hinterstübchen präsent). Alle vier meldeten wir uns am 28. Juli geschlossen für Bremen an. Zuvor hatte Horst bereits sichergestellt, daß sich die vier Tauber-Enten im Rahmen seines Entree-Teams nützlich machen würden. Dabei wollten wir uns nach geeigneten Lehrlingen für diesen Bereich umsehen, denn zwei Jahre später würde Horst auf mindestens vier ‚Empfangs-Facharbeiter’ verzichten müssen....
Donnerstag, 06. Oktober
Überraschung: Fips drängt beim Stammtisch, man solle sich monatlich treffen, denn: „die Chemie stimmt, das hat man ja in Rinderfeld gesehen, wir wollen auch mehr miteinander zu tun haben und wenn wir mal was größeres vorhaben sollten....“ Alle sind dafür – nun also monatlich.
Oktober
Der erste Urlaub in diesem Jahr, es geht an die Ostsee. Nichts berufliches, nichts privates stört, einfach nur mal ausspannen. Geht aber nicht bei Inge: „Guck mal, das wäre doch ein ideales Gelände für ein DET: dieser Teil vom Campingplatz, die Riesenwiese dahinter, tolle Landschaft....“ Sie ist wohl nicht ausgelastet – ein DET im Taubertal reicht mir!
Aber trotzdem beschäftigt uns die Entenszene. Eine Raid vom Bremer DET zum Saarlandtreffen nach Kirkel ist geplant und wird auf dem Rückweg zum Teil abgefahren und getestet. Der Weg führt uns auch zu Horst Dumele, wo wir – natürlich – auch das Deutschlandtreffen besprechen, den Stand der Planungen berichten, Organisation und Kalkulation gemeinsam durch gehen. Horst würde den Empfangsbereich übernehmen, dies hatte er uns bereits nach der Jahreshauptversammlung des CCRR in Köln zugesichert.
Nach der Rückkehr verabreden wir einen Termin mit Rüdiger Ziebold, Bürgermeister der Nachbargemeinde Niederstetten, um uns eine Platzalternative zu sichern.
Mittlerweile hatte sich nämlich ergeben, dass die Ortsverbindungsstraße, die am Schwimmbad in Neubronn vorbeiführt, nicht gesperrt werden kann, somit hätten wir am vorgesehenen Eingangsbereich auch öffentlichen Verkehr, was die Geschlossenheit des Platzes aufheben würde.
Zudem wurde aus Brüssel bekannt, dass die Verordnung zur Agraflächenstilllegungspflicht ab 2009 größtenteils aufgehoben werden soll. Damit steht zu befürchten, dass wir einen Großteil der vorgesehenen Camperflächen nicht nutzen könnten und die dann nutzbaren Zeltflächen sehr weit voneinander getrennt wären.
Gedanken zum Jahreswechsel 2007 / 2008
Die Termine rund um die Ente nehmen zu und werden auch überall intensiver: 7 x Stammtisch, 2 Ausfahrten der Tauber-Enten, ein eigenes Treffen, dazu Besuche der Retro-Classic in Stuttgart, Techno-Classica in Essen und die Treffen in Xanten, Gedern, Berwangen, Büchenbeuren und Ansbach-Herriden. Und da dürften noch weitere Steigerungen zu erwarten sein.
Freitag, 08. März 2008
Termin mit Niederstettens Bürgermeister Rüdiger Zibold. Wir legen ihm die relevanten Planungsunterlagen für das DET vor. In den Tagen zuvor hatte ich sie auf die Verhältnisse in Niederstetten umgestrickt, zumindest soweit es aus der Ferne zu beurteilen war. Als Alternative zum Platz rund ums Freibad Neubronn haben wir nun den Flugplatz auserkoren. Dieser liegt etwas abseits, angeschlossen an eine Kaserne und den Flugplatz der Heeresflieger, ist wohl groß genug und müsste über einen Grossteil der erforderlichen Infrastruktur verfügen. Nehmen wir zumindest an, denn obwohl der Flugplatz nur 15 Kilometer von unserem Wohnort entfernt ist, waren wir beide noch nie dort.
Allerdings fand vor etlichen Jahren einst auf dem Gelände ein großes Käfer-Treffen statt und die Niederstettener Geschäfte hatten ihre Schaufenster entsprechend dekoriert. Wohl eine gute Ausgangsbasis.
Der Bürgermeister ist von unserem Konzept überzeugt und will sich dafür stark machen. Es ist wohl auch ein gutes Argument gegenüber dem Gemeinderat, denn Niederstetten macht schwere finanzielle Zeiten durch und der Betrieb des Flugplatzes, einer städtische GmbH, beschert Verluste.
Bürgermeister Zibold will mit der Bundeswehr reden, den die müsse mit einer solchen Großveranstaltung in der unmittelbaren Nachbarschaft einverstanden sein. Außerdem müsse zunächst der städtische Haushalt verabschiedet werden ( Betriebskosten der Flugplatz-GmbH, Landebahnerweiterung, Zukunft der Anlage). Bis Anfang April sollte eine Entscheidung gefallen sein, sicherte er zu. Das kommt uns sehr entgegen, da am 12. April die Hauptversammlung des CCRR stattfindet.
Freitag, 11. April
Inge ruft beim Bürgermeisteramt Niederstetten an und fragt nach, ob bereits eine Entscheidung gefallen sei. Ja, die Entscheidung sei gefallen, das Treffen könne auf dem Flugplatz stattfinden. Alles weitere würde sie von Herbert Lill, Geschäftsführer der Flugplatz-GmbH, erfahren. Mit Herrn Lill hat sie gute Erfahrungen gemacht, arbeitet sie doch schon seit zwei Jahren mit ihm bei der „Alten Schule Niederstetten“, einer Kultureinrichtung der Stadt, für die er auch zuständig ist, zusammen.
Ergebnis des folgenden Telefonats: Wir bekommen den Platz. Die Stadtverwaltung sorgt dafür, dass ein Besucherparkplatz gegenüber dem Gelände ausgewiesen werden kann. Während des DET wird der Flugbetrieb eingestellt, Rundflüge können aber trotzdem angeboten werden. Damit die Hauptprogrammpunkte ein Dach über den Kopf bekommen, wird der Hangar über die Veranstaltungsdauer geräumt. Sollte sich das Campergelände als zu klein erweisen, wird hinter dem Flugplatz ein Areal ausgewiesen werden.
Duschen sind leider keine vorhanden, also muss ein Duschzelt gebaut werden. Der städtische Bauhof verlegt die notwendigen Zu- und Abwasserleitungen. Und außerdem unterstützt uns die Stadtverwaltung, wo es möglich ist.
Jubel, Trubel, Heiterkeit im Hause Schneider-Braune: Das DET 2010 konnte nun also sicher im Taubertal stattfinden – sofern wir in Bremen den Zuschlag erhielten – falls wir uns dort bewerben sollten.....
Allerdings hatten die Bremer in ihren Mitteilungen an das Entenvolk bereits mehrfach zu einer Bewerbung aufgefordert. Potentielle Ausrichter standen jedoch nicht Schlange. Daher konnten wir durchaus davon ausgehen, dass wir im Falle einer Bewerbung auch den Auftrag zur Ausrichtung zugesprochen bekämen.
Am Abend rufe ich bei Martina in Schweinfurt an und teile ihr die Neuigkeiten mit. Sie ist begeistert: „Toll, da könnt’ man ja dann.....Ich mach’ dann aber unbedingt......Und was man auch nicht vergessen darf.......Und da fällt mir noch was ein......“
1800 Sekunden und drei tote Ohren später setze ich mich erst mal an den Computer.
Ach ja, die Bewerbung für 2010 wurde von Martina natürlich mit keiner Silbe in Frage gestellt. Also dürfen wir anderntags bei der CCRR-Jahreshauptversammlung eine erste, zaghafte und unbestimmte Andeutung machen.....
Samstag, 12. April
Kurz nach Mittag tauchen wir bei Horst auf, um gegen später gemeinsam nach Köln zur CCRR-Jahreshauptversammlung zu fahren. Beiläufig erwähne ich: „Ach ja, übrigens, wir können auf den Flugplatz für das DET. Also werden wir uns wohl bewerben“.
Die Reaktion ist äußerst unbefriedigend, eigentlich nicht vorhanden. Also frage ich nach.
„Ja, ja, die Worte hör ich wohl, allein mir graust es vor der Arbeit, die da auf mich zukommt“.
Inge und ich hatten schon in weiser Voraussicht beschlossen, dem guten Herrn Dumele eine Riege netter, hübscher junger Damen für sein Entree zuzuführen und sind daher davon überzeugt, dass er gerne arbeiten wird....
Die Jahreshauptversammlung bleibt von unserem Vorhaben noch uninformiert, zunächst wollen wir den Platz durch einen Vorvertrag absichern.
Donnerstag, 01. Mai
Mit Martina und Michael ( und natürlich Sohnemann Andre nicht zu vergessen) fahren wir nach Aalen. Ein sympathisches Treffen mit freundlichen Leuten. Michael trifft einige Bekannte wieder. Leider können wir nur am Feiertag bleiben, aber wir sind sicher, hier könnten sich einige Helfer für’s DET rekrutieren lassen.
Andre darf übrigens alleine Trecker fahren...
Freitag, 09. Mai
Seit Jahren ergibt sich an Pfingsten nie die Frage „Was tun?“, denn es ist klar, da geht es nach Xanten. Am Freitag Abend treffen Inge und ich am Niederrhein ein und finden ein Plätzchen neben Conni und Chris aus Duisburg. Beide hatten wir in Kirkel wohl nur deshalb kennen und schätzen gelernt, weil wir eine Woche neben ihnen campierten. Von Anfang an hatten wir einen guten Draht zueinander. In Bremen werden wir Horst gemeinsam am Empfang unterstützen. Wir wollten wissen, ob sie für ein DET in 2010 auch wieder zu Empfangsdiensten bereit seien. Sie wären es, klang es einvernehmlich, wenn wir beide es auch wären.
„Nee, wir sitzen nicht schon wieder am Empfang. Wir wollen auch mal etwas anderes machen, etwas anspruchvolleres! Aber betrachtet euch hiermit als gebucht, wir sind 2010 wohl eure „Weisungsbefugte“, denn wir werden uns wohl für das DET im Taubertal bewerben.“
Natürlich gab es noch jede Menge Fragen, aber von ihrer Zusage rückten sie nicht ab.
Samstag, 17. Mai
Nach Bremen wollen wir mit zwei Fahrzeugen und einem Anhänger, denn in den zurückliegenden Jahren wuchs das Volumen des zu transportierenden Gepäcks und der Zusatzausrüstung beständig an. Nach dem DET sollte es auf eine einwöchige Raid ins saarländische Kirkel gehen, die Beteiligung an der Degustation erforderte einige zusätzliche Materialien und für das DET 2010 sollte Samstag und Sonntag (und natürlich auch schon in Kirkel ) mit einem Stand und ersten Infos geworben werden.
Aus diesem Grunde musste die Acadyane, die seit geraumer Zeit in Einzelteilen über eine größere Fläche in der Scheune verteilt war und ursprünglich am 07.Dezember 2007, ihrem 25. Geburtstag, neu zugelassen werden sollte, schleunigst ihrem ureigenen Revier, die Straße, zugeführt werden. Alex, Erretter unserer Computer, Meister der Elektrik, Helfer in Notlagen, Gutmensch, garantierter DET-Beteiligter in spe, Freund, Herr eines Kompressors und begnadeter Lackierer, startete an diesem Samstag den ersten Teil eines „Lackierdramas in drei Akten“.
Zugegeben: Geduld gehört nicht zu meinen Stärken. Die Aca sollte fertig werden, Inges ‚Bernadette’ brauchte noch vor Bremen ein neues Zeitungskleid, am großen Anhänger war noch der Auf- und Ausbau zu richten – es wurde also eng. Mein Motto „Schnelligkeit vor Schönheit“ stand gegen „Sauber und ordentlich“. Unter der Zusicherung, alles auf meine Kappe zu nehmen, setzte ich mich schließlich durch. Wobei ich doch anmerken muß, daß das Gefährt nach der Erstlackierung einen fahrzeugähnlichen Zustand erreicht hat und den Murks des schreibenden Erstrenovierungsdilettanten weitgehend unsichtbar macht! Danke Alex.
Sonntag, 25. Mai
Martina, Andre und Michael kommen am Mittag, denn wir wollen gemeinsam den Flugplatz Niederstetten in Augenschein nehmen. Alexander Leykamm zeigt uns das Gelände, stellt Möglichkeiten in Aussicht und gewährt uns vom Tower einen Überblick. Wir können einen Hangar benutzen, die Flugzeugabstellfläche (die Flugzeuge würden während des DET in der Kaserne geparkt), die Cafeteria, die Grünflächen im zivilen Teil, die Wiesen hinter dem Gelände, die Kartbahn vor dem Flugplatz und zur Not auch Wiesen als Besucherparkplätze auf der anderen Seite der Landesstraße.
Später kommt der Flugbetriebsorganisator aus Berlin eingeflogen (er heißt witzigerweise ebenfalls Michael Schäfer) und bekräftigt die Angebote.
Zwischendurch ist Andre mit einem Doppeldecker-Oldtimer zum Tanken gerollt/gefahren (???), was sein Berufsziel Rallyfahrer in schwere Konkurrenz zu Pilot bringt.
Donnerstag, 05. Juni
Eine Anfrage der Bremer in Person von Jürgen Bolte bezüglich der geplanten Raid vom DET zum Saarlandtreffen führt dazu, daß ich unsere Absicht zur Kandidatur zur Wahl DET 2010 bekunde. Er zeigt sich erfreut, denn bislang hatte noch keine Region oder Gruppierung den Hut in den Ring geworfen. Wir sind also die ersten und – wie ich befürchte – auch die einzigen.
Montag, 09. Juni
Das Logo der Tauberenten ist fertig! Inge unternimmt sofort eine Anfrage betreffs Aufkleberdruck. Klappt aber nicht mehr bis zum Treffen, also gemach.
Für Bremen wollen wir jedenfalls einen ersten Satz anfertigen lassen, außerdem zwei größere Aufkleber mit dem DET-Schriftzug für die Seitenfenster meiner Acadiane.
Dienstag, 10. Juni
Mein Teil der Bewerbungsrede entsteht. Den anderen drei habe ich bereits ein paar Worte in den Mund gelegt. Da müssen sie durch.
Bei der Gelegenheit entsteht auch ein erster Entwurf für einen ersten Flyer, mit dem wir in Bremen bereits informieren wollen. Der Einfachheit halber nur in Deutsch, die Übersetzer wollen wir in Bremen einsammeln.
Freitag, 13. bis Sonntag, 15. Juni
2. Tauberenten-Treffen mit guter Resonanz: insgesamt 38 Enten (incl. Derivate) und 7 Fremdfahrzeuge, hauptsächlich aus Franken. Der Raum Heilbronn / Heidelberg war leider nicht vertreten, dafür Ludwigsburg, Saarbrücken und Braunschweig. Da werden wir noch dran arbeiten müssen.
Wie auch an der Ausfahrt. Es gingen leider zwei Fahrzeuge verloren. Also bekommt künftig wieder jeder Teilnehmer eine Streckenbeschreibung in die Hand, wie bei unseren normalen Ausfahrten auch, um solches zu vermeiden.
Silvia und Ecki aus Herrieden bieten an, ihr Frankentreffen (an der Lettenmühle) mit uns zusammen hier in Rinderfeld zu veranstalten. Die Würzburger schlagen ebenfalls eine Kooperation vor. Nichts dagegen, 2010 kommt.... Dann stecken wir mal die Köpfe zusammen.
Nach den Aufräumarbeiten gehen wir vier DETler schon mal grob den Bewerbungsablauf durch, die Degustation und den Bremenaufenthalt überhaupt. Nach der Wahl wollen wir in „2010ern“-T-Shirts Präsenz zeigen.
Ach so: Zweifel an der Bewerbung? Gibt es nicht! Zweifel am Wahlausgang? Gibt es nicht! Zweifel an der Durchführung? Gibt es nur sehr verhalten ( Parole: Eigentlich könnten wir das DET doch auch schon nächstes Jahr (2009) durchziehen!).
Es scheint mein Part zu sein, den Bedenkenträger zu spielen und auf mögliche Probleme und Fährnisse hinzuweisen und die Euphorie zu drosseln. Oder mache ich mir einfach wieder zu viele Gedanken, immerhin sind die Reaktionen bei unseren Gesprächspartnern hier in der Region durchweg positiv. Aber bei allem, was ich mit den hiesigen Hohenloher Franken schon erlebt habe, erhalte ich mir doch einen gewissen Rest an Skepsis.
Hey, beweist mir das Gegenteil!
Dienstag, 17. Juni
Ein Trigano-Faltwohnwagen läuft mir über den Weg. Guter Zustand, guter Preis, also wird er kurzentschlossen gekauft. Zwar etwas groß für zwei Männekes, aber mit 450 Kilogramm Gesamtgewicht noch im Toleranzbereich. Der Kauf hat zudem den Vorteil, daß der Ausbau des Planenanhängers bis auf weiteres, nicht fertiggestellt werden muß, jedenfalls nicht vor Bremen.
Mittwoch, 18. Juni
Herr Hasenbusch, ehemals Erster Landesbeamter, seit April in Ruhestand, besucht nun auf einer Art Abschiedstour die Gemeinden des Landkreises. Bei einer Ehrenbürgerverleihung in Creglingen trifft er auf Inge Braune. Hasenbusch, jahrelanger Entenfahrer, erklärt sich bereit, den Regionentag des DET zu begleiten.
Donnerstag, 19. Juni
Inge ist bei der Einweihung der neuen Ortsdurchfahrt in Reinsbronn und trifft dort den Landrat – er wird unser Schirmherr Nummer 3 ( nach Bürgermeister Rainer Zibold und und Ex-Landesbeamter Hasenbusch). Zudem spannt er Jochen Müssig, Chef der Touristikgemeinschaft Liebliches Taubertal, für unsere Werbemaßnahmen mit ein. Für Bremen werden wir von ihm Material erhalten und Rezepte, denn – Gudrun Schammann, Vorsitzende der Landfrauen Neubronn und des Arbeitskreises „Ferien auf dem Lande“ wird unseren Degustationsbeitrag vorbereiten und in der Rohmasse herstellen – nämlich Dinkel.
Freitag, 20. Juni
Seit heute wissen die Bremer, hochoffiziell von uns, daß es Austragungswillige für das DET 2010 gibt. Ich bitte sie aber noch um Stillschweigen: Am 3. Juli müssen wir den Stammtisch informieren. Unsere Kombattanten sollten es von uns erfahren, und nicht über Dritte. Wie sag ich’s bloß? Ich werde wohl Inge vorschicken, die ist in solchen Dingen agiler....
Anschließend stehen zwei Treffen an, die zur Mitarbeiterakquise genutzt werden.
Donnerstag, 3. Juli
Der Stammtisch wird zum Flop, zum Fiasko, zur Grande Katastrophe! Was wollte ich nicht alles zum Thema DET 2010 erzählen: welche Ideen wir hatten, den Stand der Dinge, Schilderung bereits vollbrachter Großtaten, Erläuterung von Motivation, Faszination, Innovation und Degustination! Aber ach, alles Perlen vor die Säue! Oder eben auch wieder nicht. Es waren keine, ähm....., Entenfahrer da. Eine Inge und zwei Michaels, das war die traurige Bilanz des Abends.
Was war los? Lunte gerochen und Angst vor Arbeitseinteilung? Uns entgeht keiner! Eine Chance bekommt ihr noch.
Also werden wir in den nächsten Tagen zum Telefonhörer greifen. Denn auf jeden Fall soll der Stammtisch über uns von der Bewerbung erfahren.
So nutzen wir den Abend zu einer letzten Abstimmung der Bewerbung.
Freitag, 4. Juli
In einer Nachtaktion werden der Flyer gefinisht, die normalen Aufkleber sowie die Aufkleber für die Seitenscheiben der Acadiane, zudem die Anmeldeformulare, die Helferliste und der T-Shirt-Entwurf. Inge erstellt noch eben einen Appetitanreger und Augenschmaus in Form eines Bilderbuchs für den DET-Werbestand.
Samstag, 5. Juli
Die Acadiane ist fahrbereit, anhängerzugtauglich und einsatzbereit! In der Scheune erhält sie noch eine Dachdämmung und eine Säuberung. Anschließend wird sie feierlich auf den Namen Hercule getauft (wegen des ursprünglich zu ziehenden 2toGG-Planenanhängers).
Die Zweit-Türen und Zweit-Kofferraumklappe von Inges Bernedette werden mit Zeitungen beklebt. Das Rendezvous mit Klarlack wird für anderntags terminiert. Nach dem TÜV-Termin am Mittwoch (bibbern und beten) sollen die Teile montiert und getauscht werden.
Wir sind im Zeitplan!
Dienstag. 08. Juli
Fahrt zur Druckerei, Vorlagen abliefern und Arbeiten durchsprechen.
Samstag, 12. Juli
Die Generalprobe für Hercule geht daneben: Der erste Anlauf der Fahrt zum Gäu-Treffen endet nach 12 Kilometern in Bad Mergentheim: Hercule bremst nur sehr unzureichend. Hauptbremszylinder leck. Also vorsichtig zurück, in den Renault gewechselt und ab nach Sulz. Tolles Wochenende!
Freitag, 18. Juli
Ab sofort Urlaub! Noch ein paar Restsachen besorgen und die Flip-Chart-Bögen für die Bewerbungspräsentation erstellen, Fotoseiten laminieren und die Ausrüstung zusammen-stellen.
Samstag, 19. Juli
Fahrt zum Drucker, Flyer, Aufkleber und Shirts abholen. Sieht schön aus. Restarbeiten an den Enten erledigen (für die Heckklappe bei Inges Ente reichts dann doch nicht mehr, Acadiane und Trigano packen. Am späteren Nachmittag geht’s nach Sinsheim, zunächst zum Geburtstag des Neffen, gegen Mitternacht Besuch des Stadtfestes bis zur Dämmerung, Frühstück, Nickerchen, Mittagessen.
Sonntag, 20. Juli
Gegen Abend zurück aus der Heimat, restlichen Krempel packen und anspannen.
Montag, 21. Juli
Um 10 Uhr Abfahrt ( 8 Uhr war eigentlich vorgesehen ) über Würzburg zum Autohof bei Schweinfurt, wo wir uns mit Martina, Andre und Michael treffen. Michael verteilt Funkgeräte und baut sie ein, einige Utensilien werden noch umgepackt und schließlich um 11.30 Uhr: Abfahrt nach Bremen!
DET 2008, 23. bis 27. Juli
Kurz nach 20.00 Uhr schlagen wir in Backsberg auf. Nach einer ausgiebigen Begrüßungsrunde errichten wir unser Lager. Am Dienstag helfen wir bei letzten Aufbauvorbereitungen, ab Mittwoch sind wir entweder direkt am Empfang oder als Einweiser im Vorfeld eingesetzt. An die dreihundert Fahrzeuge sind bis zum Abend an uns vorrüber gerollt. Am Donnerstag wird es ruhiger, dafür haben wir am Freitag wieder mehr zu tun.
Zwischendurch sicherte sich Inge für das DET 2010 die fahrbare Flammkuchenbäckerei, denn inzwischen wissen wir von den Bremern, daß es keine weiteren Bewerber gibt. Die Chancen, nach der Vorstellung am Abend nicht gewählt zu werden, stehen also eher schlecht.
Ab 20.30 Uhr stehen wir am Veranstaltungszelt parat. Die Vorstellungsrunde der Tschechen für das Welttreffen läuft über Beamer, was mit technischen Problemen behaftet ist, daher verzögert sich unser Auftritt um rund 40 Minuten.
Während Martina, Inge und Andre auf die Treffenhymne tanzen und Michael technische Feinheiten bei einer 4-Zylinder-Ente bespricht, erweise ich mich wieder einmal als der seriöse Teil unseres Quartetts. Ich gehe noch mal die Bewerbung durch: Alles dabei? Wirklich nichts vergessen? Haben wir uns da nicht ein bischen viel vorgenommen, für die nächsten zwei Jahre? Klappt das dann auch alles? Muß die Bewerbung wirklich sein oder lässt sich vielleicht noch elegant ein Rückzieher einfädeln? Gibt es eventuell irgendwo ein Loch, in das ich mich verkriechen kann?
Mit einem drängenden „Hopp, Michl, es geht los!“, reißt mich mein Namenskollege schließlich aus diesen Gedankengängen. Na, dann wollen wir mal auf die Bühne...
Ich stelle uns und den Platz vor und erläutere im Groben den gedachten Ablauf. Anschließend geht Inge auf die Besonderheiten der Region ein. Während Inges Part schaue ich mich im Zelt um: es scheint mir etwas dünn besucht und die Begeisterung über das Vorgetragene hält sich wohl in engen Grenzen. Die Zustimmung für das Taubertal als nächsten DET-Austragungsort fällt auch etwas mau aus.
Später werde ich aber von mehreren Seiten darauf hingewiesen, daß mein Eindruck wohl ein gänzlich falscher gewesen sei. Tatsächlich gratulieren uns etliche für „den Mut, die Flamme des Deutschlandtreffens weiter zu tragen“, vor allem aber, und das stimmt mich dann doch wieder mehr als frohgemut, erhalten wir sehr viele Hilfszusagen.
Als letzte Handlung hatten wir uns auf der Bühne unserer T-Shirts entledigt, unter denen wir das DET-2010-Shirt trugen. Das kam an, das merkte ich sogar auf dem Podium. Ansonsten aber fand ich unsere Vorstellung nicht wirklich gelungen, zu viele Wechsel, zu gedrängt und gekürzt, ein bischen zu undeutlich. Aber auch da stehe ich mit meiner Meinung alleine...
Der Samstag stand im Zeichen der Degustation. Bereits am Morgen schnippelten Inge und Martina die Zutaten für unsere Grünkernbrote zusammen. Michael schlug die Butter weich. Ab 16 Uhr schmierten Inge und ich am Stand die Brote. Ab 17 Uhr war „Essensausgabe“: Martina hätte 3 Paar Arme benötigt, beim Einschenken des Weines hatte ich es da gemütlicher....Nach 35 Minuten war die Schlacht geschlagen, die Brote (800 Stück) weg und wir erledigt. Aber die Darbietung kam gut an und machte schon mal neugierig auf das Taubertal. Der Wein mundete und die Grünkernrezepte, die auslagen, fanden ebenfalls reißenden Absatz.
Am Morgen hatten wir den Werbestand für das DET im Taubertal aufgebaut, bereits zahlreiche Flyer verteilt und der ersten Anmeldungen registriert. Am Nachmittag entwickelte sich eine längere Debatte zur Gestaltung der Eintrittspreise: Personenbezogen oder Fahrzeugbezogen?
Wir hatten uns für die bisherige Variante der Fahrzeugbezogenen Eintrittspreise entschieden und diese auch bereits im Flyer genannt. Daher sahen wir (die beiden Michaels) uns nicht gewillt, daran etwas zu ändern. Ich gebe zu, daß mich diese Debatte ärgerte, denn diese Grundsatzentscheidung hätte man durchaus bei der Bewerbungsrunde zur Diskussion stellen können - tat man aber nicht. Wir waren zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit die falschen Ansprechpartner, denn unsere Planungen und Vorarbeiten waren gelaufen, wir hatten uns für ein Modell entschieden. Für spätere DETs wäre eine grundsätzliche Debatte und Empfehlung sicherlich sinnvoll, wobei es natürlich im Entscheidungsbereich der jeweiligen Veranstalter verbleibt, welche Berechnungsvariante sie bevorzugen und personell/organisatorisch leisten können/wollen.
Am Abend kam es noch zur Flaggenübergabe der DET-Ausrichter, die wir beinahe verpasst hätten, da wir so eifrig an unserem Werbestand für 2010 zugange waren. Immerhin kamen wir in Bremen bereits auf 27 Anmeldungen fürs Taubertal.
Ab Sonntag Mittag wurde abgebaut und am Abend war das meiste bereits erledigt. Anschließend wurde in großer Runde und gelöster Stimmung Pizzen vertilgt und der Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen.
Das Backsberger Treffen hat Spaß gemacht und strahlte eine wunderbare Stimmung aus. 529 Fahrzeuge versammelten sich am Ende auf den Wiesen. Die Meßlatte für das nächste DET wurde damit um einiges höher gelegt. Wenn wir dieses Level halten können, wäre schon viel vollbracht.
Die Anmeldungen, vor allem aber die zahlreichen Hilfszusagen, stimmen uns zuversichtlich, im Taubertal eine ordentliche Veranstaltung bieten zu können. Wir tun unser Bestes. Für das Wetter fühlen wir uns nicht zuständig, aber für den Rest wollen wir sorgen.
Wobei: Mir wird auch schon wieder zu einem gewissen Grade mulmig im Magen, denn die an uns gerichteten Erwartungen (zumindest die mir gegenüber geäußerten), erwiesen sich als nicht ganz gering (um es vorsichtig auszudrücken). Vielleicht waren wir doch zu gut vorbereitet.
Andererseits: Das Vertrauen, das uns entgegenschlägt, etwas brauchbares auf die Beine zu stellen, ist nicht gerade gering. Das verwundert mich doch erheblich, sind wir nun mal noch nicht so lange sichtbar aktiv und haben ( nach meiner Einschätzung) nichts wirklich berauschendes oder hervorstechendes geleistet.
Staple ich zu tief?
Mache ich mir zu viele Gedanken?
Trage ich schon wieder Bedenken?
Sei’s drum. Das DET im Taubertal wird jedenfalls das Beste werden, das es jemals in dieser Region geben wird!
Schon gut, schon gut, ich hör’ ja schon auf....
Montag, 28. Juli bis Freitag, 01. August
Gegen 10 Uhr startet die Raid nach Kirkel. Mit Acadiane und Trigano stelle ich das Führungsfahrzeug, danach kommt Jörg, Bernd und Sebastian folgen, anschließend Monika. Speedy schließt sich uns am ersten Tag bis ins Kalletal an. In der nächsten Ente sitzen Manni und Tochter Laura, Inge macht den Abschluß.
Zunächst folgen wir der Weser und machen dann einen Abstecher zum Steinhuder Meer, wo Thilo zu uns stößt. Durchs Wesergebirge und das Extertal gelangen wir ins Eggegebirge nach Altenbeken, östlich von Paderborn, wo wir die erste Nacht verbringen. Am Abend stattet uns der Paderborner 2CV-Stammtisch einen Besuch ab, eine sehr schöne Geste.
Über Brilon geht es ins Sauerland und durchs Rothaargebirge über Bad Berleburg und Dillenburg nach Weilburg, unserer nächsten Übernachtungsstation. Die heftigen Regenfälle um die Mittagszeit ließen die Besichtigungen leider ausfallen.
Thilo steigt hier leider aus der Raid aus, er muß zurück nach Hause fahren. Mit nunmehr noch sechs Enten und drei Anhängern folgen wir der Lahn nach Limburg und weiter nach Bad Ems und Lahnstein, wo wir uns mit der gesamten Ausrüstung zur Marksburg hocharbeiten. Nach der Besichtigung geht es entlang des Rheins nach Goarshausen, wo wir mit der Fähre übersetzen. Am anderen Ufer geht es bei Oberwesel in den Hunsrück hinauf. Eigentlich war Bacherach vorgesehen, aber ich wollte den Enten dann doch nicht noch einen steilen Anstieg zumuten. Über Simmern und Kirchberg steuerten wir Zell an, womit wir nun die Mosel erreichten. Nach zwei guten Campingplätzen erlebten wir in Zell einen Reinfall, der Platz wurde gerade umgebaut. Zwar standen wir direkt am Moselufer, doch hatten wir dafür einige Einschränkungen in Kauf zu nehmen.
So fuhren wir am nächsten Morgen beizeiten nach Trier, wo wir einen ausgedehnten Stadtbummel unternahmen. Da wir hier länger verweilten als geplant, verzichteten wir auf die Weiterfahrt entlang der Mosel und begaben uns direkt durch den Hochwald an den Losheimer See und den dortigen Campingplatz. Ein wirklich schönes Gelände.
Am Freitag ging es zum letzten Mal einen großen Berg hinauf, nach Orscholz, oberhalb der Saarschleife. Von hier nahmen wir die Autobahn nach Kirkel zum Saarlandtreffen.
Freitag, 01. August bis Montag, 04. August
Das Treffen in Kirkel war schön. Jetzt begann der eigentliche Urlaub. Ruhe, keine Hektik, ausschlafen...
Der Platz ist nicht überfüllt, vielleicht wegen des Termins zwischen DET und Rochfort, aber es ist eine runde Sache. Wir stellen unseren Infostand auf, Platz ist ja genügend vorhanden und bewerben das DET im Taubertal. Kurz vor der Abfahrt, am Montag gegen Mittag, erhalten wir unsere 33. Voranmeldung. Dienstag ist letzter Urlaubstag, also alles verräumen und am Nachmittag nach einem ausgedehnten Spaziergang in der Eisdiele die vergangenen 14 Tage analysieren. Die Bilanz fällt folgendermaßen aus:
- die Bewerbung verlief nicht optimal, aber da es keine zweite geben wird....
- die enormen Hilfszusagen lassen nur gutes erwarten
- die Werbung für das DET im Taubertal lief gut an
- wir können 33 Voranmeldungen verbuchen
- wir haben einen guten Eindruck hinterlassen
Donnerstag, 04. August
Heute tatsächlich informieren wir hochoffiziell den Stammtisch von unserem Vorhaben. Die Reaktion? „Hei ja, dann mache ma des halt. Do sollt’e ma beizeide Urlaub beantrage. I denk’, des kriege ma schon nou!“
Ja, das ist Begeisterung a la Hohenlohe!
Freitag, 22. bis Sonntag, 24 August
Wir besuchen das Treffen des 2CV-Clubs Heilbronn, welches erstmals in Michelbach-Zabergäu stattfindet. Ein schöner Platz und so trocken....
Von etlichen werden wir angesprochen: „Ihr seid das also, die das nächste DET machen wollen.“ Die Standartantwort verfängt aber leider nicht so: „Und du bist derjenige, der sich jetzt schon anmelden will?“ Zwar kommt es nicht zu weiteren Anmeldungen, aber wir erhalten regen Zuspruch und verteilen eifrig Infomaterial.
Freitag, 19. bis Sonntag, 21. September
Es geht in den Hunsrück nach Büchenbeuren. Auch hier kommt es zu keinen weiteren Anmeldungen, dafür erhalte ich eine Reihe von Hilfszusagen und das ist schließlich auch etwas wert.
Derweil hat Michael das Flughafentreffen in München besucht, eifrig Flyer verteilt und alte Bekannte aktiviert.
Samstag, 18. Oktober
Unser Stammtisch-Senior Fips lud zum Grillen bei sich zuhause ein. Als ehemaliger Koch präsentiert er etliche Köstlichkeiten. „So etwas könnte ich in Niederstetten auch anbieten“, schlägt er vor. Und wir beschließen, daß er für unseren Beitrag zur Degustation zuständig sein wird, mindestens....
Fips ist es auch, der vorschlägt, gemeinsam nach Tschechien zu fahren, um für das DET zu werben und um die Chemie im Stammtisch zu stärken. Sieben Enten kommen spontan zusammen. Das sind mehr, als der übliche Stammtisch-Anteil an unseren halbjährlichen Ausfahrten....
Samstag, 25. Oktober
Günne vom 2CV-Club Gäu feiert seinen 60. Geburtstag. Die Entenszene ist stark vertreten, dennoch sind wir ohne jedwede Absichten angereist. Trotzdem (oder gerade deswegen, wer weiß das schon) erhalten wir zahlreiche Hilfszusagen für das DET aus dem Süden und sogar aus der Schweiz. Eine umfangreiche Werbeunterstützung bei den Eidgenossen wird in Aussicht gestellt. Wir werden sie nutzen, liebe Leute.
Vom 2. Oktober an bin ich wegen einer Malaise am Daumen krankgeschrieben. Die Sache zieht sich wohl bis in den Januar hinein. Also nutze ich die Zeit zwischen Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten, um die Planungen und Vorbereitungen voranzubringen.
So entsteht der Inhalt der Homepage und des Programmheftes. Mit dem Verein „Regio Tauberfranken e.V.“ arbeite ich die Bedingungen für die Verwendung der Regionalgeldes „Tauberfranken“ als Treffenwährung aus. Mit einigen Programmbeteiligten spreche ich erste Modalitäten ab. Die Dixis werden geordert und die Einsatzmöglichkeit von Duschcontainern abgesprochen. Diesbezüglich sieht es allerdings nicht so gut aus. Wenn sich nicht noch eine Möglichkeit in Niederstetten auffindet, muß wohl doch ein Duschzelt erstellt werden.
Langsam nimmt das DET Gestalt an.
Jetzt kommt das Werbe-Jahr, da heißt, es die Trommel rühren, die Anzahl der Termine wird steigen, aber es waren auch so nicht gerade wenig: 12 x Stammtisch, 1 Ausfahrt, ein eigenes Treffen, dazu die CCRR-Jahreshauptversammlung, Aalen, Xanten, Lohr, Gäu-Treffen, das DET in Bremen, die Raid ins Saarland, Kirkel, Heilbronn-Michelfeld. Büchenbeuren und 15 weitere Termine fürs Taubertal-DET.
Der Jahreswechsel verbringen wir im Siegerland mit, wie soll es auch anders sein, Entenfahrern. Aber nicht nur und das DET ist zum Glück auch nur ein randständiges Thema. Es gibt auch andere Dinge zwischen Himmel und Erde ( Erzwingen nicht ausgeschilderte Umleitungen Navigationsgeräte im 2CV? Ist die Wohnwagenbenutzung im Winter verpönt? Wer unterhält das Lagerfeuer bei 12 Grad minus?).
Und kaum zurück im Taubertal, hat uns das DET auch schon wieder: Bei der Homepage drängt es und der Gemeinderat von Niederstetten möchte bei seiner nächsten Sitzung wissen, was dem Flugplatz und ihrer Stadt im nächsten Jahr wohl blüht.
Nun also 2009. Gehen wir es an.